“Oh nö, nich schon wieder dieses Gentrifidingens”.

Manchmal hat man ja das Gefühl, alle könnten bei “Gentrifizierung” und den ganzen Themen drumherum eigentlich nur (noch) kotzen.
Warum eigentlich? Es sind ja verdammt wichtige Themen. Sie werden uns letztenendes alle früher oder später in unserem persönlichen Leben betreffen. So die Vorhersage. Allerdings wurden sie auch zu häufig zu sinnentleerend kaputtdiskutiert. Du/Er/Sie/Es “Gentrifizierer”, “Hipster”, “Yuppie”…das gehört zum polemischen Modewortschatz einfach dazu. (Jut, wir nehmen uns bei Polemisierungsabsichten für den guten Zweck nicht ganz aus ;)).

Als unsere Chefredakteurin Karla Koht uns diesen Link gemailt hat, ohne Kommentar und nur mit dem Betreff “Der Gentrifizierer Kinospot”, waren wir jedenfalls erstmal baff… Ui, war es jetzt soweit? Gab es tatsächlich schon offensive Werbung für scheiß Gentrify? Ein Zitat aus dem Video:

“Gentrifizierung ist ja nichts schlechtes. Wenn die Leute an den Rand ziehen müssen, ist das ja gut, können die Kinder im Wald spielen.”

Hihi, dieser Mann weiß auf jeden Fall, wie Gentrifizierung geht und gibt nonchalant und äußerst telegen seine zielstrebigen Einsichten in die Berliner Möglichkeiten wieder. Seine aparte Arroganz wird durch den gehobenen Wiener Dialekt perfekt gemacht. Keine Panik, allet Spaß. Wir finden, diese Satire (?) trifft in die richtige Stellen, und das unterhaltsam.
Nun also Spot on für diesen ironisch-spritzigsauren, wunderbar überspitzten und dennoch unerhört gruselig-realistischen Spot von Fluxfm: