Angelika Bruer’s Hobby ist nicht typisch für ihr Alter: Sie fotografiert Graffiti und hat sogar ihre persönlichen Lieblings-Writer.

„Und wenn es noch so krakelig ist, solange es pur und echt ist, ist es Kunst, Straßenkunst“ – sagt die Rentnerin im Interview mit ze.tt. Seit die ehemalige Verwaltungsfachangestellte 2003 bei einem Fotowettbewerb teilgenommen hatte, konnte sie das Knipsen nicht mehr lassen. Mittlerweile umfasst ihre Sammlung mehr als 13.000 Bilder und sieben Blackbooks, die mit persönlichen Zeichnungen und Notizen der Streetartists gespickt sind.

Dabei sei es für sie nicht einfach gewesen, in die “Szene einzutauchen” sagt Bruer. „Es hat mich viele, viele Jahre gekostet, damit mir die Leute vertrauen.“

Ein Berliner Museum soll „für den Fall der Fälle“, wie sie sagt, ihren Sammel-Nachlass verwalten und öffentlich zugänglich machen. Bis dahin wird die fidele Streetart Sammlerin weiter umtriebig sein. Immer auf der Suche nach der neusten Kunst, die in Berlin noch immer auf der Straße liegt.